Meran/Riffian: Am Samstag, den 25.April 2026 waren die Gläubigen der Pfarreien St. Georg Obermais und St. Nikolaus Meran zum Bittgang nach Riffian eingeladen. Am 4. Sonntag der Osterzeit (heuer am 26. April) beging die Weltkirche den 63. Weltgebetstag um geistliche Berufungen. Diese Initiative soll Christen helfen, persönlich und in Gemeinschaft auf den Ruf und den Auftrag zu antworten, den der Herr einem jeden anvertraut.

Auf dem Weg zur Wallfahrtskirche „Zur Schmerzhaften Muttergottes“ beten die Bittgänger zu Gott, uns Menschen zu schenken, die im Blick auf unseren Schöpfer aufbrechen, um ihm und den Menschen als Priester, als Ordensleute, als Diakone, als Wortgottesdienstleiter…. zu dienen.
In diesem Sinne hieß Dekan Mario Gretter an diesem Samstag Nachmittag die Mitglieder der beiden Pfarreien in der Kirche zum Heiligen Georg in Obermais herzlich willkommen und gab ihnen vor Beginn der Wallfahrt Worte der Emmausjünger aus dem Lukasevangelium ((Lukas 24,32) mit auf den Weg: „Brannte nicht unser Herz in uns, als er mit uns redete auf dem Wege und uns die Schrift öffnete?“
Der Herr geht also auch im Zweifel mit uns und wandelt unsere Herzen von Trauer in Glauben und Hoffnung!
Vor Beginn des Gottesdienstes in der Wallfahrtskirche Riffian – zelebriert von Dr. Pepi Stampfl und musikalisch umrahmt von den Sängerinnen Irene Terzer und Ulrike Neumayer – begrüßte der Geistliche die Anwesenden und dankte für’s „Mitgehen und Mitbeten“. In den Mittelpunkt seiner Predigt stellte er die Wichtigkeit der geistlichen Berufung – denn – so sagte er: „Seit unserer Taufe haben wir alle das allgemeine Priestertum. In der heutigen Zeit ist ein Wandel nicht nur im wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Bereich festzustellen, sondern auch im kirchlichen. Die Chancen für geistliche Berufungen stehen gut, denn geistliche Berufungen sind etwas sehr Aktuelles. Denken wir nur an die überzeugten Frauen und Männer, die im religiösen Bereich (Kommunionhelfer, Lektoren, Wortgottesdienstleiter, …) tätig sind. Auch wir sind berufen, hinauszugehen und die befreiende Botschaft „Jesus lebt…!“ zu verkünden, sich in den Dienst Gottes zu stellen und nach seinem Wort zu leben. Trotz aller Bemühungen werden wir aber immer Suchende, Fragende bleiben, jedoch mit der Bereitschaft, uns zu verändern! ….und dabei führt uns der Geist Gottes.“
Nach dieser „seelischen“ Stärkung war auch für das leibliche Wohl bestens gesorgt: der Pfarrgemeinderat der Pfarre St. Georg Obermais hat ein wunderbares Buffet vorbereitet. Bei geselligem Beisammensein, einer genussreichen Marende und einem guten Glaserl Wein fand der heurige Bittgang seinen Ausklang.
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