Maiandacht 2026 mit den kfb-Frauen

Meran: Am Freitag, den 15. Mai 2026 um 18.00 Uhr lud die kfb-Frauengruppe zu einer ganz besonderen Marienandacht in die Stadtpfarrkirche St. Nikolaus unter dem Motto „Maria – Knotenlöserin“.

Das Bodenbild vor dem Volksaltar zeigte ein hellblaues Tuch, Frühlingsblumen, Maria als Knotenlöserin, eine Kerze…..

Zum besseren Verständnis erhielten die Gläubigen eine Abbildung des Gnadenbildes, das in der katholischen Wallfahrtskirche St. Peter am Perlach in Ausburg angebracht ist und Maria als „Knotenlöserin zeigt“: anmutig, jung, in einem leuchtend roten Kleid mit einem wehenden blauen Mantel – dargestellt  als das Heilszeichen am Himmel, wie es im Buch der Offenbarung beschrieben ist; mit einem Kranz von Sternen um ihr Haupt.

Über ihr schwebt eine Taube – altes Symbol für den Heiligen Geist. Nur wenig hebt er sich ab von dem hellen Licht, das Maria und die Engelschar um sie beleuchtet. Ungewöhnlich ist vor allem, dass Maria nicht das Jesuskind auf dem Arm trägt, ihren toten Sohn beweint oder die Hände zum Gebet faltet. Stattdessen ist sie in eine mühsame Arbeit versunken: sie löst in einem fast hoffnungslos verwirrten weißen Band, das ihr ein Engel hinaufreicht, die unzähligen Knoten. Mit beiden Händen und gelassener Aufmerksamkeit ist sie bei dieser Tätigkeit, als ob es im Moment nichts Wichtigeres gäbe als dieses Band.

Maria hilft also mit, die großen und kleinen Knoten der Menschheitsgeschichte zu entwirren und zu lösen. Sie hilft auch bei den ganz persönlichen Knoten, die in unserem Alltag immer wieder entstehen und möchte dazu ermuntern, sich immer wieder neu am Leben Jesu zu orientieren und auszuhalten im Vertrauen darauf, dass das Kreuz nicht das letzte Wort hat.

Es ist wichtig, auf dem Bild zu beachten, dass die verknotete Schlange zu Füßen Marias mit den Verknotungen des Bandes korrespondiert. Hier wird deutlich, dass das Böse denjenigen, der so glaubt wie Maria, im letzten Innersten nicht mehr betreffen kann. – Vielmehr werden Menschen dazu fähig, sich dem eigenen Lebensknoten zu stellen, die unlösbaren dem Herrn zu übergeben und auch dazu bereit zu sein, sich der Lebensknoten anderer anzunehmen – eben wie Maria. ‐

Maria, die Knotenlöserin, weist uns auf DEN hin, der allein binden, verbinden, lösen und heilen kann. Ohne ihn gibt es keine Lösungen in den Problemen und Knoten unserer Zeit.

Beide – Jesus und Maria – kümmern sich auch um unsere Knoten.

Nach gemeinsamem Tun (Ablage im Bodenbild: Papierstreifen mit den Impulsen >> Unverständnis, Flucht nach Agypten, Verlust, Schmerz + Trauer, Tod, Abschied,  der ganz besondere Knoten in meinem Leben und gebundeneKnoten in einer Schnur), miteinander beten und Absingen von Marienliedern endete diese Andacht mit einem Segensgebet:

Guter Gott,
wir glauben, dass du uns nahe bist, wie du Maria nahe warst.
Wir vertrauen, dass du uns begleitest, wie du Maria begleitet hast.
Wir hoffen, dass du uns stark machst, wie du Maria stark gemacht hast.
Segne und beschütze uns, wie du Maria gesegnet hast.