Meran: In den frühen Morgenstunden des Karmittwoch fanden sich auf Einladung der kfb-Frauengruppe der Stadtpfarre St. Nikolaus an die vierzig Teilnehmer im Nikolaussaal ein, um in der Heiligen Woche den Spuren Jesu zu folgen: von der Kargheit der Wüste über die Last des Kreuzes bis hin zum Licht des Morgens. „Auf dem Weg zum Leben…!“ – so das Thema dieser Morgenmeditation mit dem Aufruf, diesen Weg mit allen Sinnen mitzugehen – in der Stille, im Gebet, im gemeinsamen Gesang und Tun. Im Bodenbild: ein graues Tuch, eine Schale mit Sand…
Im Mittelpunkt dieser Besinnung stand das Vertrauen auf Jesus. Er ist es, der uns durch alle Wirrnisse und Wüsten unserer Zeit hindurch den Weg zum Leben zeigt. Als Symbol für die Wüste wurden Steine in die Schale mit Sand gelegt. Steine, die auf unseren Wegen liegen, an denen wir uns stoßen und der Weg mühsam und schwer wird. Jedoch das Kreuz, nun in der Mitte des Bodenbildes, ist wie die Brücke vom „Stein“ zum neuen Leben. Das Kreuz ist nicht nur Ende, sondern ein Pluszeichen, denn es verbindet Himmel und Erde, Gott und Mensch. Gott nimmt unsere Steine nicht einfach weg, aber er trägt sie mit uns. Und so ist das Kreuz Zeichen dafür, dass Liebe stärker ist als Wüste.
Mit diesem Wissen und im Vertrauen auf Gott wurden symbolisch für den „Weg zum Leben „von den kfb-Frauen bunte Bänder am Kreuz befestigt, die bis zu den Sitzplätzen der Gäste reichten und dieVerbindung vom Kreuz zur Wüste versinnbildlichten.

Sand, Steine, die entzündete Osterkerze, bunte Bänder als „Zeichen des Weges zum Leben“ , Blumen sowie brennende Teelichter für jede Fürbitte im Bodenbild lassen den österlichen Aufbruch erkennen. Ostern markiert als zentrales christliches Fest den Sieg über den Tod und symbolisiert den Aufbruch in ein neues Leben.
Nach dem durch Dekan i. R. Albert Schönthaler erteilten Segen und der Erkenntnis, dass die Auferstehung Jesu Christi ein Neuanfang ist, der Wandel, Lebensfreude und Hoffnung auch in schwierigen Zeiten verspricht, ließ man diese morgendliche Besinnung bei einem gemeinsamen Frühstück ausklingen. Zur Erinnerung an die „Osterspuren 2026“ erhielten die Teilnehmer einen „Frühlings-Blumengruß“ sowie eine Osterkarte mit den besten Wünschen der kfb-Frauen für ein „Gesegnetes Osterfest“ und dem Aufuf, den Weg zum Leben gemeinsam mit Gott zu gehen!
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