Gebetstage 2026
Meran: Wie auch schon in den vergangenen Jahren wurden die Gebetstage in der Stadtpfarrkirche St. Nikolaus am zweiten Fastenwochenende abgehalten. Das vierzigstündige Gebet ist eine traditionelle eucharistische Anbetung, bei der das Allerheiligste (konsekrierte Hostie) in einer Monstranz ausgesetzt wird. Die Anbetung vor dem Eucharistischen Herrn ist „Gottesbegegnung“, denn in keiner anderen Form wird unser Leben so deutlich und persönlich durch Jesu Leiden, Tod und Auferstehung durchkreuzt als in der Gegenwart Jesu im Eucharistischen Brot.
Am 1. Gebetstag am Samstag, den 28. Februar fanden sich um 16.00 Uhr die „Stundknier“ vor dem Volksaltar ein, um den in der Monstranz ausgesetzten Leib Christi zu verehren. Dazu übernahmen verschiedene Gruppen (PGR, Schützen, KVW,..) für jeweils eine halbe Stunde die Gestaltung der Andacht.
Mit der Feier der Vorabendmesse um 17.45 Uhr fand der 1. Gebetstag seinen Ausklang. Zelebrant und Gebetsprediger Dekan i. R. Albert Schönthaler ging in seiner Ansprache zuallererst auf die Zahl „40“ ein: „ Diese Zahl hat im biblischen Sinn eine symbolische Bedeutung – nämlich die der Fülle des Seins und der Gnade. Das „Vierzigstündige Gebet“ kann daher auch nur vom Glauben her erfasst werden.“
Der 2. Gebetstag wurde am Sonntag, den 1. März mit einem Festgottesdienst um 10.00 Uhr in der Stadtpfarrkirche St. Nikolaus begonnen. Die musikalische Gestaltung übernahm der Stadtpfarrchor St. Nikolaus mit der Aufführung der „Missa Tertia“ von Lajos Bàrdos.
Auch bei dieser Messfeier ging Albert Schönthaler auf die Bedeutung des Gebets als wichtiges Element unseres christlichen Glaubens ein. „Grundlegend dabei ist das Vertrauen in den ewigen Gott , auf ihn zu hören, eine Beziehung zu ihm aufzubauen , ihm für all das Gute zu danken und für unser Heil zu bitten.“ Mit der Einladung: „Bringen wir unseren Glauben zum Ausdruck in unserem Tun, in unserem Handeln, im Umgang mit unseren Mitmenschen. Mut und Kraft dazu finden wir im Gebet.“ – beendete er seine Gebetspredigt.
Nach der Festmesse herzliche Einladung durch den Pfarrgemeinderat St. Nikolaus zu einem gemütlichen Beisammensein beim PFARR-CAFE im Nikolaussaal.
Ab 14.00 Uhr nahmen wieder die Stundbeter vor dem Allerheiligsten Platz. Sehr stimmig dann die musikalische Umrahmung der Gebetsstunde der kfb-Frauen zum “Lichtreichen Rosenkranz” durch die Frauensinggruppe St. Nikolaus.
In der Abschlussandacht (Vesper, Gebetspredigt, Te Deum, Segen) am Sonntag um 18.00 Uhr thematisierte Dekan Mario Gretter die „Bergerfahrung der Jünger“. Sie kehren zurück mit der Gewissheit, dass Jesus das Licht ist und erkennen: „Mit der Verklärung will der Herr uns helfen, seine Gabe zu erkennen, die in jedem Mitmenschen gegenwärtig ist, damit wir uns dem Anderen mit dem Blick Gottes öffnen können.“ Musikalische Gestaltung der Vesper durch den Stadtpfarrchor St. Nikolaus.

Diese zwei Tage der Einkehr fanden ihren Abschluss im Absingen des wunderbaren Liedes „Großer Gott wir loben dich…!“
Der Herr ist in unserer Mitte, er lebt und wirkt in uns und mit uns..!!