Bei seiner Begrüßung vor dem Hauptportal der Stadtpfarrkirche St. Nikolaus rief Dekan Mario Gretter den Teilnehmern ins Gedächtnis, dass die Meraner Bevölkerung bereits vor über weit mehr als 200 Jahren um Frieden gebetet hat – und es uns ein Bedürfnis sein muss, dies auch heute zu tun. „Wir leben hier in einer Zeit des Friedens. Dafür wollen wir Dank sagen. Zudem gibt es viele soziale, ethische und ethnische Anliegen, die wir nun gemeinsam im Gebet vor Gott tragen wollen.“
Danach setzte sich die Prozession – ausgehend vom Unteren Pfarrplatz durch die Lauben – über die Sparkassen- und Freiheitsstraße zum Sandplatz in Bewegung. Schützen der Kompanie Meran begleiteten – unter Mittragen der “Kriegsmuttergottes” – den Prozessionszug mit einer Fahnenrotte, Marketenderinnen und einer Formation von Fackelträgern; mit dabei auch Fahnenabordnungen verschiedener Vereine wie KAV, KVW, Kolping und kfb. Die musikalische Gestaltung übernahm die Stadtmusikkapelle Meran.
Vor der Marienstatue am Sandplatz wurde für alle Teilnehmer ein Wortgottesdienst abgehalten, der mit dem gemeinsamen Beten des Mariengelöbnisses (wie an der Nordseite der Mariensäule angeführt) und dem Segen der Priester endete.
Marien-Gelöbnis >> nach historischer Textschrift an der Mariensäule am Meraner Sandplatz
Du,
die Helferin,
gnadenvolle mächtige starke Frau.
Du,
die Retterin
unserer Väter und uns, die von Feinden umzingelt waren.
Zweimal waren sie samt allen Plagen des Krieges in unaufhaltsamem Anlauf auf uns.
Du sprachst bei Gott Dein geltend Wort für uns -
und sie standen zurückgehalten
von unsichtbarem Arm.
Durch dich, Stern des Heils, gerettet,
liegen wir zu deinen Füssen, beste Mutter.
Wir danken dir und loben dich allezeit.