Karsamstag
Der Karsamstag, der zweite Tag des »Triduum Sacrum«, ist der Tag der Grabesruhe, der Stille und der Besinnung. An diesem Tag steht die Trauer über den Tod Jesu am Kreuz im Vordergrund. Die Kirchenglocken schweigen, es finden keine Gottesdienste statt, in der Regel werden keine Sakramente gespendet und der Altar ist völlig schmucklos. Nach christlicher Vorstellung ist Jesus in der Nacht nach der Kreuzigung in das Reich des Todes hinabgestiegen.
Der Evangelist Matthäus berichtet, wie die Hohepriester und Pharisäer am Tag nach Jesu Tod zu Pilatus gingen und ihn aufforderten, das Grab bewachen zu lassen. Sie erinnerten sich daran, wie Jesus prophezeite, dass er drei Tage nach seinem Tod auferstehen würde, und sie befürchteten, dass die Jünger den Leichnam stehlen und behaupten könnten, Jesus sei tatsächlich auferstanden. Also stellte Pilatus einen Wachmann zur Verfügung und der Eingang zum Felsengrab wurde versiegelt.