Segnung von Wasser, Weihrauch, Salz und Kreide

Am Samstag, den 5. Jänner 2019 wurden beim Gottesdienst um 9.00 Uhr in der Stadtpfarrkirche St. Nikolaus Weihrauch, Wasser, Kreide und Salz gesegnet.
Die Wasserweihe geht auf einem Brauch aus dem vierten Jahrhundert zurück, das Wasser des Nil in Alexandrien und das Wasser des Jordan in Palästina zu segnen. Im elften Jahrhundert wird die Wasserweihe im Westen übernommen und mit einer Salzweihe verbunden.
Dieser Brauch steht in Verbindung mit der Taufe und der Verwendung von geweihtem mit Salz, um das Wasser vor dem Verderben zu schützen. Mit Wasser und Salz werden auch der Weihrauch und die Kreide zur Haussegnung geweiht. Dies ist ein Zeichen dafür, dass Schuld und Unheil abgelegt werden und so ein unbeschwerter Neuanfang ermöglicht wird. Das geweihte Wasser gilt als Zeichen des Lebens sowie der Reinigung und erinnert an den Eintritt in die christliche Gemeinde durch das Wasser der Taufe. Dadurch entsteht ein Bindeglied zwischen dem Gottesdienst der Gemeinde und der Haussegnung in der Familie. Der Weihrauch ist ein Bild für den Menschen, der sich zu Gott erhebt, ein Zeichen des Gebetes und der festlichen Freude. Das Verbrennen von Weihrauch ist ein Bekenntnis zu Christus dem König und Erlöser. Mit der gesegneten Kreide wird die Jahreszahl und die Buchstaben 20C+M+B18 über die Türschwelle geschrieben mit der Bitte:  “Christus Mansionem Benedicat” – “Christus segne dieses Haus”. Die drei Anfangsbuchstaben verweisen auch auf die Namen der Heiligen Drei Könige Caspar, Melchior und Balthasar. Durch diese Form der Haussegnung kommt Christus in den familiären Lebensbereich, in die menschlichen Wohnungen, die Orte der Gottesbegegnung sein sollen.
Auch in diesem Jahr haben die kfb-Frauen Weihwasserfläschchen gefüllt und diese zur freien Entnahme am linken Seitenaltar deponiert.